Peitz um 1786

Kalender der Stadt und Festung Peitz im 17. Jhd.

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Wissenswertes über Peitz - zusammengestellt von Christoph Malcherowitz mit Unterstützung des Historischen Vereins zu Peitz e.V.

Dieser Kalender kann auch als Druckschrift bezogen werden. Besuchen Sie hierzu unseren OnlineShop


Zeitpunkt Historisches Ereignis

17. Jahrhundert

13.12.1602 Kurfürst Joachim Friedrich ernennt seinen "bestalten Ritmeister Und Liben getrewen George von Karlowitz" zum Hauptmann der Festung Peitz.
10.04.1603 Georg von Karlowitz berichtet in einem Schreiben an den Kurfürsten, daß etliche dringende Arbeiten an der Festung durchzuführen sind. So fehlen zum Beispiel am Schloßwall Staketen. Am Schloßtor muß die Zugbrücke repariert werden. Die Dächer der Schloßgebäude müssen auf Undichtheit kontrolliert werden und die beiden Stadttore brauchen neue Flügel. Vor dem Lieberoser Tor soll der Ravelin erneuert werden; ebenso sind in der gemauerten Bastei im Gewölbe etliche Pfeiler baufällig. Die Seite hinter dem Schloß gegen das Vorwerk muß mit Rasen neu belegt werden. Außerdem müssen die Basteien gegen den Busch und am Cottbuser Tor ausgebessert werden, da Erde abgerutscht ist.
25.01.1604 Zu Pauli Bekehrung genehmigt "Otto Hanke vom Berge auff Briesen...Rath und Haubtmann zu Cotbus undt Peiz", dem Magister Lucaß, Pfarrer zu Peitz, 8 maliges Bierbrauen unter Entrichtung der "Ordentlichen Zinße Undt Metze".
03.03.1604 Nach einem Verzeichnis, welches Kurfürst Joachim Friedrich aufstellen läßt, hat die Peitzer Bürgerschaft 10 Soldaten zu stellen, 90 dagegen die Stadt Cottbus.
25.02.1610 Stadtbrandt in Peitz; Hans Schilling, der auf seinem Hausboden Malz trocknet und dabei "unvorsichtig mit dem Licht" umgeht, legt dadurch in seinem eigenen Haus Feuer. Dieses Feuer greift schnell um sich und vernichtet fast die gesamte Stadt. Nur dem beherzten Eingreifen des Kornschreibers Michael Wetzmann, einiger Soldaten und den Arbeitsleuten vom Hammerwerk ist es zu verdanken, daß die gefüllten Korn - und Provianthäuser vor der Feuersbrunst gerettet werden. In der großen Not wurde sogar Dünnbier zum Löschen verwendet, da nicht genügend Wasser vorhanden war.
06.03.1610 Kurfürst Johann Sigismund (1572-1619)Kurfürst Johann Sigismund schickt seinen Amtshauptmann Wichmann von Winterfeld und seinen Hofmeister Antonius Weber nach Peitz, damit diese den Bürger nach der schlimmen Brandkatastrophe beim Wiederaufbau der Stadt helfen können. Um eine Hungersnot unter der leidenden Bevölkerung zu verhindern, verfügt der Kurfürst, daß die gefüllten Getreidemagazine der Festung kostenlos Korn an die Bevölkerung abgeben. Ebenso wird das notwendige Bauholz kostenlos aus den Forsten zu Peitz abgegeben.
24.07.1610 Kurfürst Johann Sigismund befiehlt, "daß die Stücke, so uf Unserer Veste Driesen vorhanden, anhero in Unsere Veste Peitz geschafft werden" wohin sich auch die "noch allda anwesenden Büchsenmeister und Soldaten" zu begeben haben.
30.04.1611 Johannes Ladisch schenkt der Peitzer Kirche einen Taufstein.
06.10.1612 Die Peitzer Schuhmacherinnung genehmigt dem Peter Hennicken, daß er an Stelle seines alten Vaters in Schmogrow das Schuhmacherhandwerk versieht.
25.04.1614 Die Schumacher von Peitz wenden sich an den Kurfürsten und bitten ihn, dem Abdecker in Peitz den Lederhandel zu untersagen. Außerdem fordern sie, daß der Kurfürst den hiesigen Garnisonsoldaten die Ausübung des Schuhmacherhandwerks untersagt, da sie nicht in der Innung sind.
06.05.1614 Kurfürst Johann Sigismund weilt in Cottbus. Bei diesem Aufenthalt bringt er seine Zufriedenheit mit seinem Hauptmann in Peitz, Georg von Karlowitz, zum Ausdruck, indem er dessen Einkünfte um 12 Scheffel Korn und ein Fäßchen Butter erhöht.
23.07.1614 Kurfürst Johann Sigismund ordnet eine Revision der Peitzer Festung an und bestimmt für diese Aufgabe den Burggraf Abraham zu Dohna sowie die Brüder Isaak und Hillebrand von Kracht.
02.08.1614 Burggraf Abraham zu Dohna und die Gebrüder Isaak und Hillebrand von Kracht treffen in Peitz ein. Sie haben vom Kurfürst den Auftrag, die Festung und die gesamte Umgebung in Augenschein zu nehmen. Kurfürst Johann Sigismund erwartet danach von ihnen einen ausführlichen Bericht über den Zustand der Festung.
04.08.1614 Kurz nach Beauftragung legt eine Kommission dem Kurfürsten einen 34-seitigen Bericht vor, der in drei Teile gegliedert ist. Im ersten Teil wird der Vorschlag des Hauptmanns von Winterfeldt zur Errichtung eines Vorwerks auf der Balze verworfen, da er keine Aussicht auf Erfolg verspricht. Im zweiten Teil führt die Kommission umfangreiche Mängel im Festungsgelände sowie an der Festung auf und regt im dritten Teil eine umfangreiche kartographische Erfassung des gesamten Geländes an.
21.06.1615 Kurfürst Johann Sigismund verfügt an den Peitzer "Guardihauptmann" Georg von Carlowitz, daß die 70 köpfige Leibgarde in unsere "Veste Peitz" gelegt wird. Sie soll dort "nebenst andern Unsern allbereit alldar vorhandenen Soldaten" die Aufwartung und Wache versehen.
23.05.1618 In den Turmknopf der Peitzer Kirche wird eine von Paul Hoschok Stadtschreiber mp, Hanß Schmidt Kirchen Vorsteher mp, Martin Möller unterschriebene Urkunde gelegt.
13.11.1620 Nach Ausbruch des 30-jährigen Kriegs erreichen die ersten Auswirkungen des Krieges auch Peitz. Kurfürst Georg Wilhelm erläßt eine Verordnung an die Einwohner des Amtes Peitz, alles entbehrliche Getreide gegen Bezahlung in die Festungsmagazine zu liefern.
19.01.1621 In einer Order an den Cottbuser Amtshauptmann, Gebhard von Alvensleben, verfügt Kurfürst Georg Wilhelm, daß alle Einwohner des Weichbildes ihr entbehrliches Getreide "umb geburliche Bezalung in die Vestung" liefern sollen.
30.06.1621 Kurfürst Georg Wilhelm (1595-1640)Kurfürst Georg Wilhelm ordnet in einem Schreiben an den Hauptmann der Festung Peitz, Joachim Senff, an, daß alle Bauschäden der Festung sofort instandgesetzt werden sollen. Außerdem bestimmt er, daß kein Vieh mehr auf die Festungswälle zum Weiden getrieben werden darf. Zudem wird es bei Strafe untersagt, auf den Wällen oder in der Kontreeskarpe (Erdwall vor der Oberfestung; A.d.V.) Feuer zu machen.
31.06.1621 Oberst Hildebrand von Kracht kommt von Fürstenwalde mit 100 Soldaten. Diese werden als Verstärkung der Peitzer Garnison unter dem Kommando des Festungshauptmanns Joachim Senff stationiert.
17.08.1622 Kurfürst Georg Wilhelm entläßt den bisherigen Gouverneur, Oberst Wigand von Hacke und überträgt das alleinige Kommando über die Festung Peitz dem Hauptmann Joachim Senff.
07.07.1623 Kurfürst Georg Wilhelm verlegt die Kompanie des Hauptmann Henning von Götze nach Peitz. Er erhält "das Kommando" und "auch die Schlüssel" der Festung Peitz.
02.09.1623 An diesem Tage findet eine Musterung der männlichen Einwohner der Stadt, der Vorstädte und der Hüfnerschaft statt. Die wehrfähigen Männer stellen für den Notfall eine Art Bürgerwehr dar und sollen die hiesige Garnison unterstützen.
14.01.1624 Andreas am anderen Ende von Runckel wird durch Kurfürst Georg Wilhelm zum "Gwardihauptmann" der Garde in Peitz ernannt.
01.08.1625 Kurfürst Georg Wilhelm, der sich zu einem Besuch in Peitz aufhält, fertigt hier in der Festung Peitz eine Urkunde aus, in der er dem Markgrafen Sigismund das Schloß Zechlin als Wohnsitz einräumt.
03.08.1626 Die kaiserlichen Truppen unter dem Kommando Wallensteins rücken in Cottbus ein, wo sie bis zum 05. August verweilen. Peitz liefert in dieser Zeit den geforderten Proviant an die kaiserlichen Truppen in Cottbus.
13.01.1627 Hauptmann Andreas am anderen Ende von Runckel beklagt sich bei der Neumärkischen Regierung in Küstrin, daß die Peitzer Garnison trotz der neuen Kompanie des "Edlen undt Manhafften Alexander von Burgsdorff" zu schwach sei. Außerdem sei die Festung mit zu wenig Proviant versehen und dies in einer Zeit,in der die ganze Mark und Lausitz von den "Wallensteinern" besetzt ist.
29.07.1627 Kurfürst Georg Wilhelm beauftragt Hildebrand von Kracht, dem Peitzer Kommandanten eine "Special Ordonnanz" zuzustellen, in der der Kommandant angewiesen wird, die Festung gut gegen die kaiserlichen Völker zu sichern und "an den Hammer etlich Volck" zu legen.
23.06.1630 Die Peitzer Festungsgarde besteht aus einem Wachtmeister und 38 Soldaten. Außerdem liegt eine Kompanie mit 100 Soldaten unter dem Befehl des Hauptmann von Runckel zum Schutz der Stadt und Festung in Peitz.
20.07.1630 Kurfürst Georg Wilhelm verfügt die Auflösung der Peitzer Festungsgarde. Die Soldaten werden der Kompanie Runckel untergesteckt.
10.09.1630 Der Peitzer Festungskommandant, Andreas Runckel am anderen Ende, wendet sich an den Kurfürsten, da immer mehr Leute wegen des Krieges in die Festung Peitz flüchten. Er erhält die Order, das die Leute, die Schutz suchen "alda auffgenommen werden mögen, Denen aber, so sich mit der Wohnung" in die Festung begeben wollen, hat er anzuzeigen, "daß sie vorher uff ein gantzes Iahr so viel proviant undt victualien" als sie zu ihrem Unterhalt benötigen in die Festung schaffen müssen.
13.09.1630 Festungskommandant von Runckel am anderen Ende erhält vom Kurfürst die Anweisung, die alten Knechte und Konstabler abzudanken. Ihre Entlohnung soll durch Korn erfolgen. Für je 30 Groschen rückständigen Soldes erhalten sie 1 Scheffel Korn. Da das in Peitz lagernde Korn dazu nicht reicht, soll das Hufenkorn aus dem Amt Beeskow nach Peitz geschafft werden. Hauptmann von Runckel soll seine Kompanie um 200 Mann vergrößern und der Amtsschreiber soll Schubkarren, Schippen und Spaten fertigen lassen, damit jederzeit notwendige Reparaturen an den Festungswerken vorgenommen werden können.
04.01.1631 Kurfürst Georg Wilhelm ernennt Hauptmann Alexander Magnus von Burgsdorff zum Kommandanten der Festung Peitz.
12.01.1631 Festungskommandant von Burgsdorff erhält vom Kurfürsten den Befehl und das Werbepatent, "daß die jetzt drin liegende Besatzung ... uf 300 oder auch 400 Mann verstärket werde."
11.10.1631 Der Kommandant der Festung Peitz, Alexander Magnus von Burgsdorff, weist den gesamten Landadel des Kreises an, alles vorrätige Getreide hinter die sicheren Mauern der Festung Peitz zu schaffen, da es in jüngster Zeit durch umherstreifende feindliche Scharen wieder zu Plünderungen gekommen ist.
13.10.1633 Die Torwache der Festung Peitz überrumpelt in der Nacht fünf feindliche Reiter und nimmt sie gefangen.
14.10.1633 Das Dorf Tauer wird von kaiserlichen Soldaten niedergebrannt.
15.10.1633 Der Festungskommandant, von Redern, teilt in einem Schreiben dem Grafen Scharzenberg mit, daß die Peitzer Festung von allen Seiten vom Feinde eingeschlossen ist und im Falle eines Angriffs die Festung unter keinen Umständen übergeben wird.
04.08.1635 Oberstleutnant Moritz August von Rochow, der mit seinen Kompanien in Peitz weilt, wendet sich an den Kurfürsten, da er es für dringend geboten hält, die recht schadhaft gewordene Festung zu reparieren. Er weist besonders auf die Notwendigkeit eines Neubaus des Zeughauses hin, da es "so form Jahre durch das Pulwer, welches damahls angegangen, sehr ruiniret undt schadhafft" ist.
01.09.1635 Für die Stadt Peitz wird eine Polizeiordnung erlassen, in der Regelungen über das Bierbrauen, Schlachten und Backen enthalten sind.
Oktober 1636 Da sich die militärische Lage für den Kurfürsten durch den Sieg der Schweden bei Wittstock nachhaltig verschlechtert und sogar seine Residenz von ihnen genommen ist, sucht er mit seinem großen Hofstaat in der Festung Peitz Zuflucht. Hier verweilt er fast fünf Monate. Die kleine Festungsstadt Peitz wird durch diesen hohen Besuch in arge Bedrängnis gebracht, denn der Kurfürst und sein Hofstaat müssen entsprechend mit Lebensmitteln versorgt und beköstigt werden.
12.10.1636 Der Kurfürst verfügt während seines Aufenthaltes in Peitz, daß die Magaretha von Schellendorff ein Haus in Peitz in Besitz nehmen darf.
02.11.1636 Während seines Peitzer Aufenthaltes schenkt Kurfürst Georg Wilhelm dem Hammermeister Kadtmann "ein örtlein wüstes Land undt dabei vier Ruthen Ackers zur Aufbauung eines Häusleins undt anlage eines Küchen gartens".
18.05.1639 Hans Kehler aus Turnow hat den Feldrichter der Peitzer Hüfnerschaft Johann Ladisch mit Schmähwörtern beschimpt. Deshalb muß er eine Strafe von 22 Groschen 6 Pfennig entrichten.
07.08.1639 KornkammerWährend der Bau- und Reparaturarbeiten der Peitzer Festung treten Verpflegungsschwierigkeiten bei den eingesetzten Arbeiter auf. Aus diesem Grund treffen sich die Adligen des Kreises in Peitz, um mit dem Kornschreiber über die Verteilung der Kornlieferungen zu verhandeln.
15.06.1640 Der Peitzer Festungskommandant, Oberstleutnant Georg Friedrich von Trott, bittet Kurfürst Georg Wilhelm um seinen Abschied aus kurbrandenburgischen Diensten, da er "eine gerauhme Zeit mit gutt undt Blutt für Ew. Churfürstl. Durchlaucht und Dero Landen gedienet", und "weil durch die lange Kriegszeit die ... vom Vater ererbten Lehen gütter gantz zu grunde ruinieret und verderbet worden". Der Kurfürst lehnt seine Verabschiedung ab, da er in der Zeit des 30-jährigen Krieges auf ihn nicht verzichten kann.
12.07.1640 Oberstleutnant von Trott erhält die Chefstelle des 1.000 Mann starken Regiment von Kracht, welches in Peitz in Garnison liegt. Zugleich wird er zum Oberst und Kommandanten der Festung Peitz ernannt.
15.08.1640 Oberst von Trott teilt dem Kurfürsten mit, daß er mit vier Kompanien seines Regiments eingerückt ist und bedankt sich für die "Churfürstliche gnade, welche in gnädigster Anvertrauung der Obristen chargen über das löbliche Alt Krachttische Regiment sowoll der Commendeurschaft hiesiger Vestung Ich merklichen empfunden".
28.10.1640 Graf Schwarzenberg berichtet dem Kurfürsten, daß die Herren von Tschirnhausen und von Schulenburg, welche Häuser in der Stadt Peitz besitzen, ihren Bürgerpflichten nicht nachkommen. Er regt an, diese Herren aus der Stadt zu weisen und ihre Häuser zu verkaufen.
28.11.1640 Graf Schwarzenberg warnt Oberst von Trott in einem Schreiben, daß die Schweden im Cottbuser Kreis ihre Winterquartiere beziehen wollen.
05.12.1640 Es ergeht die Anweisung an alle Einwohner des Cottbuser Kreises wegen der drohenden Schwedengefahr, sämtliches Getreide in die Peitzer Festung zu schaffen.
12.12.1640 Da Kurfürst Georg Wilhelm am 01. Dezember 1640 gestorben ist, erhält Oberst Georg von Trott den Befehl, die Peitzer Garnison den Treueeid auf den neuen Kurfürsten Friedrich Wilhelm schwören zu lassen. Da jedoch die Schweden in den Cottbuser Kreis einfallen, wird die Vereidigung der Mannschaften verschoben.
27.01.1641 Oberst von Trott meldet in einem Bericht nach Cölln, daß die Schweden die Stadt Cottbus und den gesamten Cottbuser Kreis besetzt haben und die Kreisinsassen mit Feuer und Schwert zur Zahlung der Kontribution zwingen.
26.02.1641 Amtshauptmann von Grünberg und Adam von Löben als Vertreter der Ritterschaft kommen nach Peitz, um die Vereidigung der Peitzer Garnison abzunehmen. Oberst von Trott läßt drei Kompanien mit ihren Fahnen auf dem Paradeplatz der Festung antreten und ein offenes Viereck bilden. Zuerst leistet Oberst von Trott im Gerichtszimmer des Amtshauses in Gegenwart des Amtshauptmanns Adam von Löben den Treueeid. Anschließend nehmen sie den Eid der Offiziere, Unteroffiziere und der Mannschaft ab.
03.03.1641 Oberst von Trott, Kommandant der Festung Peitz, teilt in einem Bericht an den Kurfürsten mit, daß in der Früh die Schweden das Dorf Preilack in Brand gesteckt haben. Aus welchem Grund diese Brandschatzung durch die Schweden geschehen ist, wisse man nicht.
29.04.1641 Amtshauptmann von Grünberg führt in den Bürgerhäusern von Peitz im 23. Jahr des 30-jährigen Krieges eine Getreiderevision durch, um festzustellen, wieviel Getreide insgesamt noch vorhanden ist. Das Revisionsergebnis ist erschreckend: 24 Peitzer Familien, die in kleinen Hütten wohnen, haben überhaupt keinen Getreidevorrat mehr. Diese können, soweit sie noch Geld haben, ihr Brot beim Bäcker kaufen, die anderen versuchen durch Betteln an den Türen Brot zu bekommen.
09.05.1641 Kommandant von Trott wendet sich an den Kurfürsten Friedrich Wilhelm und teilt ihm mit, daß in der Regimentskasse kein Geld mehr zur Zahlung des Soldes vorhanden ist. Außerdem ist schon eine Schuld von 1600 Talern aufgelaufen.
31.05.1641 Georg Friedrich von Trott beklagt sich beim Kurfürsten über den bedauerlichen Zustand, in dem sich seine Soldaten befinden, da die Schweden bereits seit 5 Monaten den Cottbuser Kreis besetzt halten. Unter anderem schreibt er: "Die Knechte haben dumpfiges Brodt undt faules Wasser, manche haben keine Hembden uffm Leibe. Daher seindt sie von allen kräfften gekommen, auch manche schon verdorben undt gestorben, was Mir nicht wenig zu hertzen undt gewißen gehet."
12.07.1641 Nachdem die Schweden aus dem Cottbuser Kreis abgezogen sind und die Belagerung der Peitzer Festung beendet haben, reicht Oberst von Trott Kurfürst Friedrich Wilhlem eine Aufstellung ein. In ihr führt er auf, wieviel Proviant und Munition in die Festung eingelagert werden soll, um gegen künftige Belagerungen gerüstet zu sein. Zudem beantragt er beim Kurfürst 1.000 Taler zum Bau von Kasematten und Baracken, "um die armen Bürger von der Einquartierungslast zu befreien".
23.07.1641 Das Regiment des Festungskommandanten, von Trott, besteht aus insgesamt fünf Kompanien mit je 150 Mann. Vier Kompanien mit einer Gesamtstärke von 600 Mann liegen in Peitz, eine Kompanie in Rathenow.
03.08.1641 In einem Schreiben an Kurfürst Friedrich Wilhem teilt Oberst von Trott mit, daß die Gesamtstärke seiner Festungstruppe "nicht viel an 750 Mann fehle". Diese Zahl ist "auch zur wirksamen Verteidigung notwendig". Außerdem berichtet er ihm, daß seine Garnison seit Neujahr 149 Mann Abgang durch Tod oder Desertion hatte.
03.10.1641 Oberst von Trott bemängelt in einem Schreiben an den Kurfürsten, daß es mit seinen fünf Kompanien in dieser Kriegszeit fast unmöglich ist, alle acht Bollwerke der Festung gut zu sichern. Die Wälle seien zwar in Ordnung, doch in den Gräben hätte man nur stehendes Wasser, welches im Winter leicht einfrieren könne.
01.12.1641 Da die Schweden vor sieben Monaten den Cottbuser Kreis verlassen haben und mit ihnen inzwischen ein Waffenstillstand geschlossen wurde, werden zwei Kompanien abgedankt. Somit liegen nur noch vier Kompanien mit je 125 Soldaten in Peitz.
26.11.1642 Oberst von Trott erhält den Befehl, Ferdinand von Bieberstein die Gemächer auf dem "Schloß" der Oberfestung für seine Hochzeitsfeier zur Verfügung zu stellen, da in diesen Kriegszeiten die Hochzeit auf seinen Gütern nicht sicher vollzogen werden kann.
30.11.1644 Kurfürst Friedrich Wilhelm stellt in "Cölln an der Spree" ein "Privilegium" aus, in welchem Heinrich Käseweiß die alleinige Berechtigung erteilt wird, in Peitz eine Wohnung zu erwerben und eine Apotheke einzurichten.
27.05.1645 Der Freiherr von Schulenburg aus Lieberose erhält die Erlaubnis, seine Hochzeit auf dem Peitzer Schlosse zu begehen.
15.07.1646 Oberst von Trott erhält von Kurfürst Friedrich Wilhelm ein Werbepatent, um sein Peitzer Regiment um 150 Soldaten zu verstärken.
23.09.1646 Kurfürst Georg Wilhelm verfügt, daß aus Abgaben der Regimenter Burgsdorff, Trott und Ribbeck sowie durch Neuanwerbung eine "Leibgarde" aufgestellt wird. Oberst von Trott wird beauftragt, "unsern Leib - Esquadron zu Fuße" in Perleberg zu mustern.
04.12.1649 Kurfürst Friedrich Wilhelm befiehlt in einem Reskript, daß "100 Commandirte aus Unserer Festung Peitz unter dem Oberstwachtmeister Strantz" nach Berlin - Cölln gelegt werden sollen, um die Pforten des Berliner Schlosses zu bewachen.
17.07.1650 Oberstwachtmeister von Strantz rückt mit den 100 Kommandierten aus Peitz in Landsberg a. W. ein, nachdem sich die Schweden daraus zurückgezogen haben.
05.07.1651 Johann Krüger, Pastor Primarius in der Feste Peitz, heiratet in Forst Maria Puchner, Tochter des seligen Bürgermeisters und Apothekers von Forst.
09.09.1651 Oberst von Trott, der im Rahmen einer militärischen Operation wegen der Streitigkeiten der Jülichschen Erbschaft mit einem "Regiment" von 500 Mann nach Westfalen marschiert ist, rückt in Soest ein und besetzt die Stadt.
12.11.1651 Nach der Auflösung des "Duisburger Lagers" rückt Oberst von Trott mit seinem 500 Mann starken "Regiment" wieder in Peitz ein, da die Streitigkeiten um die Jülichsche Erbschaft in Westfalen beigelegt wurden.
22.12.1651 Da es Streitereien zwischen dem Magistrat der Stadt und dem Amtsschreiber wegen der Zuständigkeiten und der Abgrenzung der Befugnisse gibt, erläßt der Amtshauptmann einen Rezeß, indem in 17 Punkten die Zuständigkeiten der Streitparteien geregelt werden.
16.03.1652 Auf Anweisung des Kurfürsten Friedrich Wilhelm werden in Peitz alle wehrfähigen Männer gemustert und in einer Stammrolle verzeichnet.
03.07.1652 WaffenkammerGeorg Friedrich von Trott teilt dem Kurfürsten mit, daß das Dach des Zeughauses in der Oberfestung umgedeckt wurde. Außerdem wurden am Dach des Kornbodens 30 Gebinde erneuert. Als nächstes soll der alte Pulverturm in der Unterfestung und der große Schloßturm neu gedeckt und der Weg zur Oberfestung umgepflastert werden.
01.03.1653 Der Peitzer Gouverneur von Trott erhält eine Order von Kurfürst Friedrich Wilhelm, in der es heißt, daß es nützlich sei, "in unsern Garnisonen den Gebrauch der Piquen einzuführen und ergehet demnach Unser gstr. Befehl an Euch, daß Ihr von jeder ... Compagnie ein Drittel Musquetirer mit Piquen und den Schwarzen im Zeughaus vorhandenen Wapen (Rüstungen A.d.V. )bewehret machet, auch sie fleißig mit der Piquen exerziren und unterweisen lasset."
15.07.1653 Kurfürst Friedrich Wilhelm ordnet an, von den zwei in Peitz liegenden Kompanien, je "30 Knechte abzudanken". Nach dieser Reduzierung liegen noch 304 Soldaten in der Peitzer Festung in Garnison.
16.02.1654 JustiziaDer Peitzer Corporal Joachim Heinze wird in Forst enthauptet, da er in einem Streit den Soldaten Budatz "der Zeit seines Lebens ein Flucher und Gotteslästerer war" getötet hat.
21.03.1654 Der Peitzer Festungskommandant, Oberst von Trott, der mit seinem "Regiment" wegen des Einfalls der Franzosen als Waffenhilfe zum Kurfürsten nach Köln entsandt wurde, erhält Befehl, in Lippstadt Quartier zu beziehen.
01.02.1655 Der Peitzer Bürgermeister, Johann Weitzmann, schenkt der Kirche ein aus Zinn gefertigtes Taufbecken.
02.09.1656 Georg Abraham von Grünberg genehmigt im "Churfürstl. Amt Hause zu Peitz" die "Statuta und Ordnungen der sämmlichen Hüfner in und vor der Veste Peitz".
06.04.1657 Der Peitzer Bernhardus Nicaeus wird im Stettiner Pädagogium, welches 1543 von den Herzögen Barnim XI. und Philipp I. gegründet wurde, als Schüler aufgenommen.
01.05.1658 Kurfürst Friedrich Wilhelm verordnet, "daß bei Unserer Veste Peitz ein hoher Ofen, worin Kugeln, Granaten und andere Sachen von Eisen gegossen werden sollen, erbaut werden soll".
27.09.1659 FlußhafenGeneralmajor von Trott erhält den Befehl, "800 große Stück Kugeln" aus Peitz "zu Lande" nach Küstrin zu schaffen, damit sie von da aus auf der Oder weiter transportiert werden können.
29.12.1659 Kurfürst Friedrich Wilhelm weist an, "daß das Werck beym Hohen Ofen mit ernst fortgesetztet werden solle". Außerdem befiehlt er, daß die Amtsuntertanen der Ämter Cottbus und Peitz und die Teichbauern aus dem Peitzer Wald das nötige Holz zum Hohen Ofen schaffen müssen. Sie dürfen zu keinen anderen Tätigkeiten herangezogen werden, bis das benötigte Holz vollständig herangeschafft wird.
06.03.1660 Kurfürst Friedrich Wilhelm I. verfügt, "daß das dorf Tornow zu umbschüppung des Korns uf unserer Veste Peiz, wie auch zur arbeit beym Hohen Ofen einzig und allein, und sonst zu keinen andern diensten gebrauchet werden" soll. Außerdem befiehlt er, daß die "Peitzische Ambts Unterthanen" auf Anforderung des "Holz Förster Andreas Herman" zur "anführung der Kohlen und Eisensteins" gegen Zahlung eines Entgelt verpflichtet seien.
29.07.1664 Kurfürst Friedrich Wilhelm logiert in den kurfürstlichen Gemächern der Zitadelle Peitz. Während seines Aufenthaltes erkundigt er sich nach dem Befinden des in der Festung inhaftierten Königsberger Schöppenmeisters Hieronymus Roth.
24.01.1665 Da der Stadtfriedhof aus der Unterfestung verlegt werden soll, weist Kurfürst Friedrich Wilhelm den Peitzer Holzförster an, daß er "so viel Reiß undt Holtz alß Zum kirchhoff nöthig Vorm Cottbuschen Thore geben sol ohn entgelt".
03.03.1666 Georg Friedrich von Trott, Gouverneur der Festung Peitz, stirbt auf einer Reise von Peitz nach Berlin.
19.03.1666 Kurfürst Friedrich Wilhelm weist an, daß Oberst Johann von Plettenberg, Kommandant der Festung Peitz, den "Cörper des Verstorbenen Cavalliers, Churfürstlichen Brandenburgischen General Wachtmeisters undt Gouverneurs der Veste Peiz" von Trott, in der Tafelstube im Schloß der Oberfestung aufzubahren und dort das Trauermahl abzuhalten habe.
30.01.1667 Kurfürst Friedrich Wilhelm verfügt, daß nicht mehr am Sonntag Wochenmarkt gehalten werden darf, sondern am "Mittwoch in der Stadt Peitz zu halten sey, das dadurch nicht mehr der Sabbath entheiliget wirdt." Diese Verfügung resultierte wohl daraus, daß so mancher dem Gottesdienst fern blieb und sich lieber im Wirtshaus oder auf dem Wochenmarkt vergnügte.
12.02.1667 Der Rat der Stadt Peitz erhält von Kurfürst Friedrich Wilhelm das Privileg, Cottbuser und andere Märkische Biere im Ratskeller einzulagern und auszuschenken. Die Einnahmen des Bierausschanks sollen zur Unterhaltung des Rathauses und der Schule verwendet werden.
22.12.1670 Tileman Backhusium erhält von Kurfürst Friedrich Wilhelm die Erlaubnis, die in Peitz befindliche Apotheke nach dem Tod des Apothekers Käseweiß weiterzuführen.
18.06.1673 Kurfürst Friedrich Wilhelm bestätigt in einem Dekret die Privilegien der Peitzer Schützengilde. In 33 Artikeln legt er die Rechte und Pflichten sowie die Schießordnung fest. Als besonderes kurfürstliches Privileg wird dem jeweiligen Schützenkönig ein fünfmaliges Bierbrauen im Jahr ohne die jeweilige Entrichtung des Faßgeldes gestattet.
06.06.1675 Der Amtshauptmann und Geheime Rat, Philipp Wambold von Umstädt, fühlt sich durch die Kriegsgefahr in Cottbus nicht mehr sicher und verlegt seinen Amtssitz in die Festungsstadt Peitz. Der Kurfürst gestattet ihm, daß er einige Gemächer in der Oberfestung beziehen darf. Er bestimmt jedoch, daß die Gerichtstage im Amtshaus in der Stadt abgehalten werden, damit "nicht so viel Volk in der Oberfestung zusammenliefe".
17.08.1675 In einer Liste, die den aktuellen Bestand der Truppen in der Mark Brandenburg angibt, die für den Kurfürsten in Cölln erstellt wurde, wird Peitz mit einer Garnison von 300 Mann (ohne Ober- und Unteroffiziere) unter dem Kommando des Generalmajors von Schört erwähnt.
20.01.1677 Der Krieg mit Schweden verursachte erhebliche Kosten, so daß Kurfürst Friedrich Wilhelm eine Kopfsteuer in seinen Landen einführt. Auch Peitz ist von dieser Abgabe betroffen und die Einwohner der Stadt müssen, je nach Stand und Stellung, 2 Taler, 1 Taler, 6 oder 4 Groschen bezahlen.
15.01.1678 Oberst Hans Heinrich von Schlabrendorff wird durch Kurfürst Friedrich Wilhelm zum Gouverneur der Festung Peitz berufen. Er bleibt aber nur ein sechs Monate in Peitz, da er bereits im Juli zum Gouverneur der Festung Kolberg ernannt wird.
16.07.1678 Oberst Johann Albrecht von Barfuß wird im Feldlager von Anklam von Kurfürst Friedrich Wilhelm, dem Großen Kurfürst, zum Gouverneur der Festung Peitz ernannt.
28.12.1678 Der Peitzer Gouverneur, Oberst Johann Albrecht von Barfuß, verfügt über eine Festungsbesatzung von insgesamt 341 Soldaten in zwei Kompanien.
10.07.1679 Kurfürst Friedrich Wilhelm weist den Peitzer Festungskommandanten Benedikt Steffens an, die Eingabe des Steingräbers Valentin Kohlase auf Ausschank von Cottbuser Bier in Peitz abschlägig zu bescheiden.
04.09.1679 Der Festungskommandant, Oberstleutnant Steffens, teilt dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm mit, daß der inhaftierte Gefangene Hironymus Roth gestorben ist.
18.09.1679 Kurfürst Friedrich Wilhelm teilt dem Festungskommandanten Steffens mit, daß er den Verstorbenen Festungsgefangenen Roth "Bey abend Zeith auff dem Kirchhoffe ehrlich, indoch ohne ceremonien, Begraben" lassen soll.
25.02.1682 Für die Bierbrauer in Peitz wird eine sieben Artikel umfassende Brauordnung erlassen, die die bisherigen in der Stadt herrschenden Mißstände abstellen soll.
01.03.1682 Laut dem "Generalkriegsetat" besteht die Peitzer Garnison aus 36 Offizieren und Unteroffizieren und aus 299 Gemeinen. Sie hat somit eine Gesamtstärke von 335 Mann.
25.08.1683 Kommandant von Goetzen erhält von Kurfürst Friedrich Wilhelm den Befehl, "den tollen Apothekergesellen Eliaß als Festungsgefangenen aufzunehmen, jedoch nicht schließen noch arbeiten, sondern nur frei gehen lassen, dabei aber gute Acht auf ihn zu haben ..., damit er nicht von der Festung kommen und einigen Schaden verüben möge".
11.01.1685 Oberst Ernst von Weyler wird durch den Großen Kurfürsten zum Gouverneur der Festung Peitz ernannt.
17.09.1686 MarktstreitAndreas Eichholtz, Stadtrichter in Peitz schwört vor dem Rat der Stadt einen öffentlichen Eid, daß die Schuster von Peitz von alters her das Recht hatten, auf dem Cottbuser Markt ihre Waren feil zu halten. Dadurch soll der Streit mit den Cottbuser Schustern beigelegt werden.
30.11.1686 Der Apotheker Backhusius erhält vom Kurfürsten das Monopol über den Gewürz- und Tabakverkauf in Peitz.
09.10.1687 Meister Andreaß Richter hat in Peitz "sein Meister Schwein geschlachtet, undt auch die Gebühr von 4 thlr also fort in die Lade gegeben, undt entrichtet, undt ist also im beysein Gestrenger Meister von Cottbus Meister Hannß Osterbergk undt Meister Martin Großen Zu einem Meister in der Fleischer Zunft auff undt angenommen worden".
01.06.1688 Die Peitzer Festungsbesatzung besteht aus insgesamt 334 Soldaten.
18.12.1693 Der 62-jährige Generalmajor, Joachim Christoph von Goetzen, wird zum Gouverneur der Festung Peitz ernannt.
25.10.1697 Die Schlachter von Peitz kommen zusammen und wählen Andreaß Richtern zum "Handtwergks Meister" und verabschieden ihr Innungsstatut.
02.12.1697 Kurfürst Friedrich III. erteilt dem Peitzer Gouverneur, Generalmajor von Goetzen, den Befehl, "wenn ein gewisser Hofmedikus Dr. Zapfe von Sachsen - Zeitz ... abgeliefert wird, die Verfügung zu tun, daß derselbe in gemeinen Verwahrsam genommen und dergestalt bewachet werde, daß er mit niemanden correspondieren kann, daneben auch niemand zu ihm gelassen werde".
März 1698 Der Staatsgefangene Eberhard Christoph Balthasar von Danckelman, der zuvor die höchsten Regierungsämter unter Kurfürst Friedrich III. inne gehabt hat, wird auf die Festung Peitz verbracht.
02.04.1698 Der ehemalige Oberpräsident des Geheimen Rates und leitender Staatsminister, Eberhard Christoph Balthasar von Danckelman, erhält als Peitzer Festungsgefangener seine formelle Anklageschrift. Die ihm vorgeworfenen Taten werden in 31 Anklagepunkten vorgebracht.
16.06.1699 In der Streitsache wegen "schimplicher worte gegen das Handtwerk der Schumacher" zwischen dem "Löbl. Handtwerk der Schumacher" und dem Meister Andreaß Richtern, wird Richter zur öffentlichen Abbitte verurteilt.
05.07.1699 Kurfürst Friedrich III. verfügt, daß aus der Peitzer Festung 3-24 pfd. Geschütze, 2-12 pfd. "metallene Schlangen" und 3-2 pfd. "die Rebhühner genannt, so auf dem Thurm stehen" in das neu erbaute Zeughaus nach Berlin gebracht werden müssen.
14.04.1700 Der Grenadier Heinrich zu der Heyden wird in der Festung Peitz eingeliefert. Er war durch das Kriegsgericht wegen Desertion zum Tod durch den Strang verurteilt worden, jedoch durch Kurfürst Friedrich III. zur lebenslanger Festungshaft begnadigt worden.

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© Historischer Verein zu Peitz e.V.     Letzte Änderung 20.05.2012