Peitz um 1786

Kalender der Stadt und Festung Peitz im 14./15. Jhd.

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Wissenswertes über Peitz - zusammengestellt von Christoph Malcherowitz mit Unterstützung des Historischen Vereins zu Peitz e.V.

Dieser Kalender kann auch als Druckschrift bezogen werden. Besuchen Sie hierzu unseren OnlineShop


Zeitpunkt Historisches Ereignis

15. Jahrhundert

14.09.1401 Wenzel, der Sohn Kaiser Karl IV., der in Geldnöten ist, verpfändet zu Prag die Lausitz an seinen Vetter Jobst.
08.04.1410 Ritter Anshelm von Ronow, Pfandinhaber der Stadt Peitz, verpfändet für 2.400 Schock breiter böhmischer Groschen seinen Pfandbesitz an die Gebrüder Rudolf und Albrecht von Sachsen, nachdem Markgraf Jobst und König Wenzel ihre Zustimmung gegeben haben.
22.03.1411 König Wenzel schließt mit dem Pfandinhaber von Peitz, Herzog Rudolf von Sachsen, einen neuen Kontrakt, indem der Rückkaufpreis für das Schloß Peitz und seine Umgebung von 2.400 Schock Groschen auf 3.377 Schock Groschen erhöht wird.
06.09.1422 König Sigismund, der durch seine kostspielige Hofhaltung und Kriegsführung gegen die Hussiten in Geldnot geraten ist, verkauft die Lausitz für 7.859 Schock Groschen an den bisherigen Landvogt Johann von Polenz.
02.05.1423 Johann von Polenz erkennt die Schenken Albrecht und Hans von Landsberg als die Pfandinhaber von Peitz an.
28.12.1431 Die Schenken von Landsberg wenden sich mit der Bitte um Schutz an den Markgrafen Friedrich von Brandenburg. Im Vertrag von Spandau stellen sie sich wegen der Hussitenüberfälle mit ihren Schlössern "Tupcz und picze" unter seinen Schutz.
25.07.1436 Johann von Polenz schließt in der Nähe der Burg Stolpen mit den Abgesandte des Herzogs von Sachsen, Erbmarschall Thamm Leofir und dem Hofmeister Wittekind von Lohe, ein Bündnis. Zweck dieses Bündnisses ist die Eroberung der Burg Peitz, da sich die Schenken von Landsberg unter den Schutz des Markgrafen von Brandenburg gestellt haben.
08.08.1436 Es sind erst 14 Tage nach Unterzeichnung eines Bündnisses zwischen dem Landvogt von Polenz und den Sachsen vergangen, da erobert der sächsische Hauptmann von Querfurt die Stadt Peitz nach einer Belagerung mit einer 160 Mann starken Streitmacht.
03.01.1441 Nickel von Polenz, der Bruder des verstorbenen Johann, der die Vormundschaft über die unmündigen Kinder seines Bruders übernommen hat, stellt sich für drei Jahre unter den Schutz des Kurfürsten von Brandenburg.
15.09.1441 Trotz seines Bündnisses mit dem Markgrafen von Brandenburg verhandelt Nickel von Polenz mit dem Herzog von Sachsen wegen der Abtretung der Lausitz an Sachsen.
August 1442 30 brandenburgische Reiter erscheinen vor den Toren der Stadt Peitz und nehmen das Schloß und die Stadt Peitz für den Markgrafen Friedrich II. von Brandenburg in Besitz.
11.08.1442 Nickel von Polenz verhandelt trotz seines Schutzbündnisses mit Sachsen wegen der Abtretung der Lausitz. Kurfürst Friedrich II., dem dieses Doppelspiel nicht verborgen bleibt, erwirbt die Geldverschreibung auf Peitz vom Schenken Heinrich von Landsberg. Dadurch ist er nun rechtmäßiger Pfandinhaber von Peitz.
25.09.1442 Nickel von Polenz wendet sich mit der Bitte an den Herzog von Sachsen, ihm sein Eigentum - die Stadt Peitz - wieder zu verschaffen. Da Sachsen aber wenig Neigung verspürt, für Polenz wegen der Lausitz mit dem Markgrafen von Brandenburg Krieg zu führen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich mit den bestehenden Tatsachen abzufinden.
25.10.1442 Schenk Heinrich von Landsberg bestätigt in einem Revers in Frankfurt an der Oder, daß er durch Kurfürst Friedrich II. als Amtmann in Peitz eingesetzt wurde.
19.10.1443 Kurfürst Friedrich II., Eisenzahn (1413-1471)Kurfürst Friedrich II. weilt in Peitz und belehnt seinen treuen Untertanen, Henckel von der Nickel, mit Land.
31.03.1444 Kurfürst Friedrich II. verpfändet die Vogtei Peitz an seinen getreuen Ritter Hans von Waldow, der fortan als Amtmann in Peitz seinen Sitz hat.
15.04.1448 Reinhard von Cottbus wird aus Dankbarkeit auf Lebenszeit mit der Vogtei Peitz belehnt, da er 1445 seinen Anteil an der Herrschaft Cottbus an den Kurfürst verkauft hat.
29.09.1448 Die Gebrüder Polenz verkaufen die Lausitz (Lübbener Kaufvertrag) an den Kurfürsten Friedrich II. und händigen ihm den Majestätsbrief aus. Dadurch wird der Kurfürst zum rechtmäßigen Besitzer der Lausitz und läßt sich in den Städten Lübben, Guben, Forst, Sorau, Spremberg und Luckau huldigen.
05.01.1453 Kurfürst Friedrich II. gibt der Frau Magarete, Ehefrau von Reinhard von Cottbus "dy Pytze slos und stetlin" als Leibgedinge.
November 1461 König Georg von Böhmen, der die Lausitz wiedergewinnen will, belehnt den Burggrafen Zdenko von Sternberg mit der Herrschaft Cottbus und verlangt die Rückgabe der Lausitz vom Kurfürsten Friedrich II. gegen Rückzahlung des Kaufgeldes. Burggraf Zdenko erscheint mit einem Heer vor Cottbus, um den Ansprüchen des Königs von Böhmen Nachdruck zu verleihen. Jedoch wird das Heer vor Cottbus geschlagen.
05.06.1462 Durch den Friedensvertrag von Guben behält das Haus Brandenburg die vor dem Lübbener Kaufvertrag erworbenen Besitzungen in der Lausitz. Somit bleibt die Herrschaft Cottbus, die Vogtei Peitz, die Ländchen Teupitz und Beerwalde, sowie der Hof Groß-Lübben bei den Brandenburgern. Ebenso behält der brandenburgische Kurfürst die Anwartschaft auf Beeskow und Storkow. Jedoch verliert er seine restlichen Besitzungen in der Lausitz, für die er jedoch durch Zahlung einer Geldabfindung entschädigt wird. Dadurch wird die Vogtei Peitz und das Cottbuser Gebiet eine Exklave in der böhmischen Niederlausitz.
24.06.1462 Kurfürst Friedrich II. erhält in Luckau laut Gubener Friedensvertrag 10.000 Schock böhmische Groschen und händigt dem Gesandten König Georgs, die sich in seinem Besitz befindlichen Urkunden der Lausitz aus.
12.10.1462 Burggraf Zdenko von Sternberg, der von König Georg von Böhmen im November 1461 mit der Herrschaft von Cottbus belehnt worden war, verzichtet im Rahmen des Gubener Friedensvertrags auf sein Lehen.
25.02.1473 Kurfürst Albrecht III. Achilles (1414-1486)Kurfürst Albrecht III. Achilles bestätigt den Brüdern des Franziskanerklosters zu Cottbus das Recht, in den Peitzer Waldungen unentgeltlich das für ihren eigenen Bedarf erforderliche Bau- und Brennholz zu holen.
27.02.1478 Markgraf Johann, Stadthalter der Mark Brandenburg, verpfändet das Amt Peitz dem Cottbuser Vogt Dietrich von Freiberg, den Gebrüdern Nickel und Friedrich Tosen und der Else von Kruschwitz "zu gesambter Hand" für 7.500 rheinische Gulden, da die Hofhaltung seines Vaters Albrecht größere Geldmittel erfordert.
01.01.1479 Dietrich von Greiffpach, Ritter und Herr auf Peitz erhält vom Cottbuser Vogt Dietrich von Freiberg seinen Schutzbrief.
14.01.1485 Markgraf Johann gestattet Graf Eytel Friedrich von Zollern, der als Verweser in den neu erworbenen Gebieten Crossen, Bobersberg, Sommerfeld und Züllichau eingesetzt ist, das Amt Peitz durch Kauf von Albrecht von Leipzig zu erwerben und es auf Lebenszeit in Pfandbesitz zu nehmen.
18.03.1488 Die Ältesten der Gewerke und die ganze Gemeinde zu Guben bitten Albrecht von Leipzig, Hauptmann zu Cottbus und Peitz, dem Gubener Rat eine Quittung über die Rückzahlung der 5.200 rheinischen Gulden (nebst 312 Gulden Zins) auszustellen, die Albrecht dem Rat für den Kauf von Schenkendorf geliehen hat.
29.09.1489 Kurfürst Johann II. Cicero (1455-1499)Nach dem Tod seines Vaters Albrecht III. Achilles tritt Markgraf Johann als Kurfürst Johann Cicero 1486 die Regierung an. Er sieht es als seine vorrangige Aufgabe an, seine Gläubiger zu befriedigen. Da er jedoch so schnell keine großen Geldsummen aufbringen kann, überläßt er seinem Gläubiger, Fürst Georg von Anhalt, "unser Slosse und ampt Crossen, Cotbus, peicz Slos und Stetichen, mit allen und iglichen iren zugehorungen an Mollen, dorffern, heiden ...gerechtickeiten, gerichten und dinsten". Das Amt Peitz wird mit 6.500, Cottbus mit 5.500 und Crossen mit 2.000 rheinischen Gulden veranschlagt.
27.10.1500 Kurfürst Joachim I. Nestor (1484-1535)Kurfürst Joachim I. Nestor und sein Bruder Albrecht, Markgrafen von Brandenburg, bestätigen dem Franziskanerkloster zu Cottbus die von ihren Vorfahren Albrecht und Johann erteilte Erlaubnis, in den zu Peitz gehörenden Heiden und Wäldern das nötige Bau- und Brennholz zu schlagen und in den herrschaftlichen Mühlen ihr Getreide frei mahlen zu lassen.

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© Historischer Verein zu Peitz e.V.     Letzte Änderung 22.11.2012